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The Machinist (Admin)
Kaufentscheidung - Welcher Beamer ist der richtige?
Ein lang ersehnter Wunsch geht in Erfüllung und der Beamerkauf steht kurz bevor. Jetzt gilt es noch das richtige Modell auszusuchen.
Hier sollen einige Kriterien für die Entscheidung durchleuchtet werden:
Einsatzzweck des Beamers
- Präsentation
- Games
- TV (z.B. via Videorecorder oder Sat-Receiver)
- DVD, Film
Paneltechnik
- LCD-Technik (Liquid Crystal Display)
- DLP-Technik (Digital Light Processing)
Links und Stichworte
Artikel:
Präsentation
Für die Präsentation von Vorträgen und Bildern - z.B. mit einem Notebook - sollte die Auflösung des Beamers möglichst hoch sein. Im Idealfall passend zur Auflösung der Bildquelle. Hat z.B. das Notbook eine Auflösung von 1280 x 1024 Pixeln wäre es natürlich von Vorteil, wenn der Beamer gleichziehen könnte. Hier wird wohl das Budget entscheiden.
Die Helligkeit (ANSI-Lumen) sollte ebenfalls möglichst hoch sein, da Präsentationen in der Regel bei Tageslicht von statten gehen. Tipp: Auch wenn Beamer i.d.R. höhere Auflösungen darstellen können, als die Panels physisch tatsächlich haben (Interpolation), ist es von der Bildqualität trotzdem besser, bereits die Bildquelle (z.B. Notebook) auf die physische Pixelauflösung des Beamers einzustellen. Das Seitenverhältnis wir hier meist mit 4:3 passen.
Für Foto-Präsentationen sind Full-HD Projektoren einen Blick wert, da Fotos i.d.R. in einer hohen Auflösung vorliegen und mit einem hochauflösenden Beamer mehr Details zum Vorschein kommen können.
Games - Konsolen
Hier gilt es zuerst mal festzulegen, welche Signalquelle der PC oder die Konsole liefert (Grafikkarte mit VGA- oder DVI-Ausgang). Wer auf Bildqualität Wert legt, sollte beim Beamer auf einen gleichwertigen Anschluss achten. Für die Auflösung gilt die gleiche Regel wie für (Bilder-) Präsentationen vom PC: Die Auflösung des Panels im Projektor sollte möglichst der gewünschten Auflösung des Bildes entsprechen. Hat z.B. die Konsole oder der PC eine Bildauflösung von 1024 x 768 und der Beamer "nur" die SVGA-Auflösung von 800 x 600 Pixeln, muss der Beamer interpolieren, was die Qualität mindert. Dann ermpfiehlt es sich ggf. die Bildquelle umszustellen.
TV
Für den "normalen" Fernsehbetrieb ist zunächst abzuklären, wer das Bild liefert. Ein Videorekorder ist scheinbar die einfachste Lösung, da er doch fast überall vorhanden ist. Leider besitzt er aufgrund der durch die Aufzeichnugsart bedingten minderwertigen Bildqualität kein besonders gutes Empfangsteil. So wird das Bild auch auf dem Beamer keinen Zuschauer vom Hocker reißen.
Seit der Umstellung auf Digital-TV kommen zunehmend Set-Top-Boxen (Digital-Receiver ) zum Einsatz, die ein einwandfreies Bild liefern können. Wer vielleicht schon länger per Sat oder Kabel-TV angebunden ist, müsste nur die ggf. nötige Anschaffung eines Digital-Receivers für den höchsten Bildgenuss in Betracht ziehen.
Für das Fernsehen erster Klasse, also HDTV sind zur Zeit noch nicht sehr viele Programme im Angebot. Mit einem Bild vom Sat-Receiver dürfe man wohl die größte Auswahl haben. Auch Premiere bietet HD-Kanäle, die jedoch nicht ganz billig sind.
Abhängig von der Auswahl des Bildlieferanten stellt man jetzt die technische Anforderung an den Beamer:
Für den reinen TV-Betrieb im PAL-System dürfte es ein "Billigbeamer" mit 800 * 600 Pixel Auflösung schon tun.
Um einen guten Film in digitaler Qualtät genießen zu können, dürfte es jedoch schon ein xga-Projektor mit 1024 * 768 Pixel Auflösung sein.
Noch besser für die zukünftigen Filme in HDTV-Qualität wäre die WXGA-Version, die ein Panel im Breitbildformat besitzt und die Auflösung damit 1280 × 768 Pixel beträgt. Die typische Videoauflösung wäre dann 1280 * 720 für das Videoformat 720p.
Als Ersatz für den Fernseher sind Beamer schon mal grundsätzlich nicht geeignet, da bei Tageslicht der Bildkontrast sehr gering ist. Von Bildqualität lässt sich dann nicht mehr sprechen. Auch ein sehr heller Projektor wird daran nichts ändern, da der Schwarzwert bei Tageslicht zu einem hellen Grau wird. Das liegt daran, dass die dunkelste auf der Leinwand darstellbare Farbe genau die ist, die man sieht, wenn der Beamer aus ist. Weniger als kein Licht aus dem Projektor kann schließlich auch bei der dunkelsten Stelle des Beamerbildes nicht auf die Leinwand projeziert werden. Wer sich jetzt eine weiße Leinwand bei hellem Tageslicht anschaut, weiß, was wovon die Rede ist.
Video & DVD - Heimkino
Für den Filmliebhaber dürfte in aller erster Linie der Kontrast maßgebend sein, da die Bildqualität auf der Leinwand stark hiervon abhängt. Die Lichtleistung des Beamers sollte nicht zu hoch gewählt werden, das ansonsten der Schwarzwert zu sehr darunter leidet und für den Filmgenuss ohnehin meist abgedunkelte Räume gewählt werden. Bei Video- und DVD-Projektion sind jetzt noch die Schwerpunkte zu setzen. DLP-Beamer bieten einen höheren Kontrast (siehe Schwarzwert) haben aber den Regenbogeneffekt als Nachteil. Gelegentlich wir auch das Surren des Farbrades beim DLP als nervend empfunden. Hier kann nur ein persönlicher Vergleich entscheiden, ob der Regenbogeneffekt überhaupt wahrgenommen wird und ob das Geräusch sich in einem vertretbaren Rahmen hält. Gleich laut bedeutet nicht unbedingt gleichermaßen störend. Je nach geplanter Aufstellung spielt die Lautstärke (Lüftergeräusch) eine mehr oder weniger große Rolle. Ein Panel mit 16:9 Auflösung wäre für diesen Anwendungszweck natürlich am idealsten. Die Auflösung muss wohl oder übel dem Budget angemessen gewählt werden. Bei TV- Video- und DVD-Einsatz lohnt sich eine kurze Einblick in das Thema Deinterlacing.
Mittlerweile sind auch Full-HD Projektoren in erschwingliche Preisregionen gerutscht, so dass je nach Budget bereits für den Heimkino-Neuling der Einstieg in die hochauflösende Videoprojektion möglich wird.
Aufstellung und Montage - Mobilität
Ein wichtiger Punkt ist die richtige Aufstellung oder Montage des Beamers.
- Deckenmontage (Kabelzuführung VGA, S-Video, Stromkabel berücksichtigen)
- Fahrbarer Untersatz (z.B. hinter dem Sofa versteckt, wird nur bei bedarf vorgefahren)
- Mobiler Einsatz (Größe und Gewicht beachten)
Ausrichtung zur Leinwand:
- Zoomobjektiv (empfehlenswert)
- Lenseshift
- Abstand zur Leinwand
Der Abstand zur Leinwand i.V. mit dem Objektiv entscheidet, wie groß das Bild sein wird. Hier gibt es oft unangenehme Überraschungen. So kann ein Bild je nach Objektiv bei 5 Meter Abstand bereits eine Breite von 4 -5 Metern haben.
In der Projektorendatenbank finden sich die technischen Daten zu vielen Projektoren sowie ein Abstandsrechner, mit dem die jeweiligen minimalen und maximalen Bildgrößen zu bestimmten Abständen ermittelt werden können.
Ein weiterer Punkt, der bei der Anschaffung des Projektors eine Rolle spielt, ist die Position, in der der Beamer montiert werden kann.
Viele Beamer können mittels Lenseshift auch ein unverzerrtes Bild liefern, wenn sie nicht mittig zur Leinwand positioniert werden können. Genauere Angaben über die jeweiligen Einstellungen finden sich bei den meisten Herstellern. Es empfiehlt sich also schon vor dem Kauf genaustens zu planen, welche Aufstellungs- und Montagemöglichkeiten man im eigenen Heimkino haben wird. Dementsprechend ergeben sich die Anforderungen an das Objektiv hinsichtlich Zoom-Faktor und Lenseshift.
Aktuelle Informationen
Zu den aktuellen Beamern finden sich häufig Beiträge und Diskussionen im Board "Beamer" sowie in der Entscheidungshilfe.
Für einen schnellen Einstieg kann auch die gezielte Suche nach Informationen zum Wunschmodell weiterhelfen.
Geändert von Klaus (22.02.2010 um 19:41 Uhr)
- Klaus
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