Liebe Leute, nachdem sich nun mein Kinoumbau dem Ende entgegen neigt, habe ich mich entschlossen, die neue Leinwand in einem eigenen Baututorial vom restlichen Umbau zu separieren.
Wie ja alle wissen bin ich der Ansicht, daß zu einer guten Leiwand auch immer eine Formatmaskierung nötig ist, um den größtmöglichen Kontrast aus dem Kinosetup herauszuholen.
Ich habe ja schon vor einiger Zeit ein Tutorial dazu geschrieben wie man eine Maskeirung zwischen 16:9 und 21:9 mit recht einfachen Mitteln bewerkstelligt.
Nun wollte ich meinem neuen Kino deutlich mehr als die bisherige Lösung.
Zum einen sollte die Leinwand deutlich breiter werden als bisher was die nötigen Maskierungsbretter erheblich schwerer und größer gemacht hätte.
Weiter sollte die Leiwand im Nichtbetrieb komplett verdeckt sein.
Daraus ergaben sich aber diverse Probleme nämlich, die nötigen Maskierungsbretter wären so groß geworden, daß sie in der bisherigen Form nicht mehr zu bewegen gewesen wären.
Auch habe ich nur eine recht eingeschränkte Raumhöhe, weshalb ich zumindest den Plan die Leinwand komplett abzudecken hätte ad acta legen wüssen.
Umdenken war also das Motto und so habe ich ein völlig neues Konzept entwickelt, was ich hier nun im Detail für den Nachbau vorstellen.
Wichtig war mir das ganze möglichst platzsparend zu gestalten.
Weiter sollte das ganze als mechanische Einheit konzipiert sein, damit man die Leinwand incl. Maskierung und allem in einem Stück von der Wand nehmen kann.
Natürlich habe ich mal wieder auf alles mögliche Materialien aus der Bastelkiste zurückgegriffen.
Also, mögen die Spiele beginnen.
Angefangen habe ich mit einer stabilen Grundkonstruktion aus Leimhölzern, diese lagen noch von einem Bastelprojekt auf dem Speicher und sind daher ein wenig überdimensioniert, aber waren halt vorhanden.
Der Rahmen hat eine Aussenbreite von 230 cm (Raumbreite) wodurch mir exakt 7,5 cm für die Montage aller beweglichen Teile auf jeder Seite blieben, weil die sichtbare Bildbreite 215 cm werden soll.
Die Maskierungen sind im jetzigen Falle nicht mehr als starre Bretter ausgeführt, sondern als eine Art Rollo, die ober- und unterhalb der Leinwand befestigt sind. Als Achsen nutze ich 2 achtkant Rollandenwellen im 4cm Standardmaß.
Diese sind aufgrund ihrer Bauform zum einen extrem leicht, aber auch sehr stabil, weil für größere Lasten gedacht.
Auf die Achsen ist schwarzer Molton gewickelt, welcher dann motorisch betrieben auf und abgerollt wird.
Soweit zum Prinzip.
Alle nötigen Achslager und alles andere nötige Zubehör für wenig Geld im Baumarkt, womit das Beschaffungsproblem für nachbauwillige wegfällt.
Um eine gerade Kante zu bekommen habe ich meine Schwiegermutter eingespannt und habe den Molton Stoff in einer Art Tasche an der Oberseite umnähen lassen, wo ich eine Leiste einschieben kann. Den restlichen Stoff habe ich rechtwinkelig auf die Achse gerollt. Somit ist also die Abdeckung realisiert.
Um nun die Ober- und Unterseite auf und abrollen zu können, laufen neben dem Bereich wo später die Leinwand liegt Rolladengurte, die auch an der Leiste befestigt sind. Diese sind gegenläufig zum Moltontuch auf die Achse gewickelt, sodaß sich der Gurt aufwickelt, wenn der Molton abwickelt. Damit lässt sich nun das Tuch auch unten in beide Richtungen bewegen, wo einem leider die Schwerkraft nicht so hold ist wie oben.
Als Antrieb nutze ich Kurbelantriebe, an die ich statt der Kurbel einen Scheibenwischermotor angebaut habe.
Hier der Antrieb allein:
Und die komplette Einheit mit Motor:
Da ich oben und unten die Maskierungen getrennt fahren möchte, habe ich dies in doppelter Ausführung angefertig.
Auf der Gegenseite sitzen einfache Wandlager:
In der Mitte des Rahmens sitzt ein L Profil in welches ich Löcher gebohrt und Gewinde geschnitten habe. Dieses Profil dient als Umlenkeinheit für die Rolladengurte. Als Umlenker nutze ich einfache M6 Schrauben auf die ich alte Inliner Kugellager aufgesteckt habe. Dadurch läuft alles auch unter Zug extrem leicht.
Und nochmal in groß:
Um nun das ganze ans laufen zu bekommen liegt aber leider der Teufel im Detail.
So mußte ich in irgendeiner Form einen Längenausgleich realisieren, weil sich der Gurt anders auf und abwickelte als der dickere Molton. Diese führte zu extremen Verspannungen im Maskierungssystem.
Gelöst habe ich das ganze mittels Zugfedern, die ich in den Gurt eingenäht habe, diese halten das gesamte System nun unter Spannung ohne es zu überfordern.
Um das ganze zu verdeutlichen noch eine Schemazeichnung wie das ganze von der Seite aussieht.
Zur Vereinfachung habe ich die Feder weggelassen. Diese befindet sich hinter dem Umlenker in dem Gurt.
Auch den Fortgang werde ich ich hier weiter dokumentieren.
Fragen dazu bitte wie immer im Support Thread











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