Tag auch,
da einige Newbies scheinbar nicht mehr in der Lage sind auf den Button Boardsuche zu klicken oder die daraus resultierenden Ergebnisse zu interpretieren, habe ich mich entschlossen ein paar der jeden Tag wieder gestellten FAQs (Lautsprache = Fuck You ) hier zentral zu beantworten. Ich hoffe daß damit in SBOs und meinem Interesse etwas Aufregungspotential aus dem Moderatorenalltag verschwindet. Das Thema wird zentral im Beamer Subforum gepinnt und ist gesperrt. Sollte darauf bezug genommen werden, bitte die Zitatfunktion nutzen.

Taugt ein Beamer als Ersatz für ein TV Gerät?

Nein!!!!

Wenn ich von "normalen" TV Gewohnheiten ausgehe, dann ist der Beamer völlig ungeeignet. Das TV Gerät wird gern mal nur kurzzeitig eingeschaltet um z.B. mal in den Teletext zu schauen, kurz Nachrichten mitzubekommen oder schlichtweg um zu bemerken, daß nix sehenswertes kommt (immer häufiger der Fall )

Dies mag eine Beamerlampe nicht besonders da die Belastung im Einschaltmoment am höchsten ist. Die Lampe ist auf Langzeitbetrieb ausgelegt. Häufiges kurzes einschalten verkürzt die Lebensdauer extrem.

Für eine Projektion muß immer wenigstens leicht verdunkelt werden, damit auch nur eine eingermassen Bildeindruck entsteht. Selbst dann dürfte das Bild noch flau wirken. Ohne Verdunkelung ist das Bild imho ungeniessbar.
Auch stehen die laufenden Kosten eines Projektors in keinem Verhältnis zum nutzen, wenn z.B. der Proki TV like nebenbei läuft.

Womit wir an einem der häufigsten Mißverständnissen eines Neueinsteigers angelangt sind, der Lampenlebensdauer

Der Beamer ist mit einer Lampenlebensdauer von 6000 Stunden angegeben, ist dies realistisch?

Nein!!!!

Die Lebensdauer der Lampe hängt von viele Faktoren ab.

Ganz wichtig, Gerät nach dem abschalten immer zu Ende lüften lassen, damit die Wärme im Gehäuse abgeführt werden kann. Dies ist der wichtigste Grundsatz, weil gerade ein Wärmestau eine Lampe sehr schnell killen kann.

Für gute Belüftung im Betrieb sorgen.

Das Gerät also nicht im Bücherregal einbauen, sondern möglichst frei stehend/hängend aufstellen, damit die Abwärme möglichst effektiv abgeführt werden kann.

Den Luftfilter regelmässig vom Staub reinigen, da sonst das Risiko besteht, daß der Prok inicht genug Luft bekommt (Überhitzung) oder Staub ins innere des Geräte gelangt und sich sichtbar in den Lichtweg verirrt. Eine teure Reinigung ist die einzige Abhilfe gegen Staubflecken, die im Bild sichtbar sind.

Das Gerät nicht unnötig oft ein und ausschalten. Bei kurzen Pausen (zum Beispiel Pinkelpause im Film) den Proki lieber durchlaufen lassen statt ihn auszuschalten.

Das Gerät in heissem Zustand keinen harten Stössen aussetzen. Zwat haben die mapen keinen Glühfaden ,aber Erschütterungen mögen diese im heissen Zustand trotzdem nicht.

Wer all dies beherzigt hat recht gute Chancen, daß die Lampe nicht vorzeitig ablebt.Garantieren kann man dies nicht.

Was man noch wissen sollte.
Viele Hersteller werben mit horrenden Zahlen wie lange die Lampe laufen soll. die Erfahrung lehrt anderes.
Viele Lampen sterben weit unter der vom Hersteller angegeben Laufzeit. Dies ist besonders von daher ärgerlich, als die Hersteller zwar mit riesigen Zahlen werben, aber im Kleingedruckten meist 3 Monate oder 500 Stunden garantieren, was meist einem sechstel bis einem zehntel der beworbenen Zeit entspricht. Die Garantiezeiten sind derart kurz gefasst, daß nur ein verschwindend geringer Teil der Anwender diese überhaupt erreicht. Man kann also davon ausgehen, daß bei einem Lampendefekt immer der Käufer eintritt.
Einige Händler bieten als Service eine Verlängerung der Garantien auf ein Jahr oder 1000 Stunden an, was ein gutes Argument ist bei einem echten Fachhändler zu kaufen, auch wenn das Gerät dort ein paar Euros mehr kostet.

Aber selbst wenn die Lampe nicht vorzeitig stirbt, ist davon auszugehen, daß nach ca 1500-2000 Stunde ein Austausch ansteht, da die Lampe in dieser Zeit so gehörig gealtert ist, daß sie nur noch einen Bruchteil der urspünglichen Lichtausbeute bietet.

Zahlen weit jenseits der 2000 sind also in meinem Augen eher ein Marketingargument und nicht ernst zu nehmen.

Bei EBAY werden immer wieder Geräte angeboten, die mit Halogenlampen laufen warum sind die anderen Lampen dann so teuer?

Die Geräte mit Halogenbrennern sind meist irgendwelche Do It Yourself Geräte, welchen aus einen TFT Display und einem umgefrickelten Diaprojektor bestehen. Diese sind nicht annähernd mit der Bildqulität selbst der heutigen Einsteigerbeamer zu vergleichen.
Leider stellt eine "richtiger" Projektor aber auch ein paar Ansprüche an dieAusleuchtung vom Brenner und dessen Farbspektrum, was die Produktion der Brenner nicht erleichtert. Zusammen mit der Tatsachen, daß diese Brenner kein Massenartikel sind lässt dies also schon Rückschlüsse auf den nötigen Preis zu.

Ist ein LCD immer Kontrastschwach?

Nein!!!!

Heutige LCD Prokis kommen auch schon auf recht vetretbare Kontrastwerte zwischen 1000 und 1500:1.
Sicher kommen sie noch nicht an eine Röhrenprojketion oder einen hochwertigen DLP heran, aber schlecht sind sie nicht mehr.

Ist eine SVGA Auflösung (800*600) ausreichend zum TV/DVD schauen.
Jein!!!!

Man kann sicher damit TV schauen, allerdings reicht die Auflösung nicht aus, um eine PAL DVD in voller Auflösung (720*576) darzustellen.
Auf den ersten Blick sieht diese Auflösung zwar ausreichend aus, um PAL DVDs wiederzugeben und im 4:3 Formatstimmt dies auch, allerdings sind nahezu alle Spielfilme im 16:9 Format anamorph in 720x576 aufgezeichnet. Das SVGA Format ist jedoch ein 4:3 Format, nach 16:9 Umschaltung bleibt ein Teil des Panels des Proki ungenutzt (die Letterboxstreifen oben und unten).
Bei 16:9 Darstellung eines SVGA Projektors werden nur 450 Zeilen genutzt, die Auflösung in 16:9 beträgt demnach also nur 800x450.
Man verschenkt somit 126 Zeilen die vom Scaler des Prokis rausgerechnet werden, von der, für Großbildprojektion eh schon recht geringen DVD Auflösung.
Weiterhin kommt hinzu, daß Die meisten DVDs anamorph kodiert sind,
was bedeutet, daß das Videobild horizontal gestaucht auf der DVD vorliegt. Durch die nötige Entzerrung um wieder auf ein korrektes Bild/Seitenverhältnis zu kommen,ist dann sogar mindestens eine Auflösung 1024*576 nötig um keine Verluste durch die Skalierung aufs Panel zu erhalten.
(Siehe hierzu auch den Beitrag auf Wikipedia.org (http://de.wikipedia.org/wiki/Anamorphe_Bildaufzeichnung)

Die Bildqualität wird beeinträchtigt.
SVGA Projektoren sind daher nur bedingt für die Wiedergabe von DVDs geeignet.

Wieviel Ansi Lumen braucht ein guter Proki.

Die Bildhelligkeit ist kein Qualitätsmerkmal eines Prokis. Sehr helle Prokis laufen sogar eher dem guten Bild entgegen, weil sie dementsprechend viel Restlich auf die Leiwand lassen und somit einen schlechten Schwarzwert haben. Schwarz wird also eher grau dargestellt.
Für einen eingermassen abgedunkelten Raum reichen 700-1000 Ansilumen völlig hin.

Welche Lautstärke darf ein Heimkinoproki haben?

Kann man pauschal nicht beantworten. So leise wie möglich.
Ein Gerät mit 28dB und einem nervigen Lüftersirren kann weitaus negativer sein als ein Gerät, das mit 30dB undefiniert rauscht.

Die 30 dB sind aber ein recht guter Richtwert. Weit darüber sollte das Gerät in jedem Fall nicht rein. Sehr gute Einsteigergeräte erreichen 23dB was nahezu unhörbar selbst in leisen Filmpassagen ist.

Kleine Verbindungskunde von der qualitativ Schlechtesten zur Besten.

Composite = FBAS - die wohl denkbar schlechtest Verbindung, da alle Signale auf einen Träger moduliert sind und ein Demodulierung nicht mehr verlustfrei möglich ist. Auch ist keine Progressive (Vollbild) Übertragung möglich.

S-Video/Y-C (nicht S-HVS, dies ist ein Bandnorm) -ist von der Idee her besser, als FBAS, da zumindest Y (Helligkeit) und C(Farbe) Getrennt übertragen werden, weshalb hierbei die typischen PAL Artefakte wie Cross Color Störungen u.ä. fehlen. Toll ist das Ergebnis aber nicht.
Auch dies Verbindung ist nicht für Progressive Siganle gedacht.

Component - Es gibt unterschiedliche Komponentenübertragungen.
Zum einen die Übertragung der drei Grundfarben R/G/B in mit unterschiedlichen Sync Signalen.
RGB/H/V (VGA) Übertragung der Grundfarben, sowie eines horizontalen und vertikalen Sync Signals. Dies ist die RGB Übertragung die eingtlich alle Prokis verstehen, da es halt schlichtweg eine Computerverbindung ist.
Alle RGB Übertragungen untscheiden sich nur in der Sync Art.
Bei dieser Übertragung ist Progressiver Übertrsgung vorgesehn.

Eine weiter Komponentenübertragung ist YUV, wobei Die Helligkeit einzeln übertragen wird und zwei Farbdifferenzsignale. Aus diesen drei Signalen lässt sich ebenfalls verlustfrei das Originalsignal errechnen. Da auf der DVD das Bild ebenfalls in diesem Format gespeichert ist bietet sich die direkte Übertragung also an.

Das YUV Signal setzt sich übrigens wie folgt zusammen:
Y = 0.3 * Rot + 0.59 * Grün + 0.11 * Blau (Yiist der Luminanzsignal)
U (Cb/Pb) = - 0.17 * Rot - 0.33 * Grün + 0.5 * Blau (U ist der Rot Auszug)
V (Cr/Pr) = 0.5 * Rot - 0.42 * Grün - 0.081 * Blau ( V ist der Blau Auszug)

YUV ist auch für die progressive Bildübertragung gedacht.

DVI/HDMI. Digitale Signalübertragung und top of the Art. DVI Ist eine Computernorm, die rein zur Bildübertragung gedacht ist. HDMI ist die Multimediavariante die auch noch digitale Tonsignale mitübertragen kann und für grössere Leitungslängen ausgelegt ist.


Diese FAQ werden natürlich den sich ändernden Gegebenheiten angepasst.

Sollten noch Themenwünsche vorhanden sein, bitte PN an mich.